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> Aktuelles > Veröffentlichungen > Austausch von Fassadenplatten
  Austausch von Fassadenplatten
... aus Naturwerkstein

Von Dipl.-Ing. (FH) Richard Kettner, Wertheim,
Mitglied im Technischen Ausschuss des Deutschen Naturwerkstein Verbandes (DNV)

Vermeiden von Schwachstellen beim Wiederverankern von Ersatzplatten
Konstruktions- und Ausführungsempfehlungen
Ein Thema beim Bautechnischen Fortbildungsseminar 2005 des DNV

Download
Den kompletten Fachartikel incl. Skizzen finden Sie hier: Austausch von Fassadenplatten (PDF, 591KB)


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Auszüge aus dem Inhalt

A Ursache

Eine montierte Fassadenplatte, die der vereinbarten Beschaffenheit und/oder anerkannten Regeln der Technik widerspricht, ist i. d. R. auszutauschen.
Die Gründe können z. B. sein:

  • Abweichung in Farbe, Struktur, Oberflächenbearbeitung
  • Überschreitung von Toleranzen
  • Riss oder Dornlochausbruch

B Allgemeines

Die Verankerung für das Wiedereinsetzen einer Ersatzplatte ist zu planen, zu bemessen und zu überwachen. Die Montage darf nicht allein dem Versetzer überlassen werden.

Arbeiten auf einer fahrbaren Hubbühne erfordern sofort belastbare Verankerungen.

Um die Fassadenplatte aus der Fläche herauslösen zu können, werden Ankerdorne abgeschnitten. Von Vorteil ist es, wenn nur an zwei benachbarten Ankern in einer Fuge die Dornhälften abgetrennt werden müssen; die verbleibenden Dorne können dann beim Wiedereinsetzen der Platte verwendet werden.


C Unzulässige Verankerungsmethoden

Verankerungen, die z. B. DIN 18 516 T3 und/oder der allgemein bauaufsichtlichen Zulassung für nichtrostende Stähle widersprechen, sind unzulässig. Andernfalls ist die Gebrauchstauglichkeit z. B. mit einer Zustimmung im Einzelfall nachzuweisen.


D Schräges Einschieben der Ersatzplatte in die Fassadenöffnung

Es ist von Vorteil, wenn verbliebene Dorne wieder verwendet werden können.


E Die Schweißverbindung am Bau

Schweißnähte sind sofort belastbar.

Voraussetzungen
Schweißarbeiten nach bauaufsichtlichen Zulassung für nichtrostende Stähle
Schweißnähte werden dimensioniert
Ausführbarkeit
Blechdicken > 3 mm
Prüfen, ob Halteanker mit Blechdicke < 3 mm geschweißt werden dürfen
Der Schweißer darf I-Nähte in der Plattenfuge ausführen
In der Plattenfuge muss das Dornblättchen deckungsgleich mit dem Ankerkopf sein


F Dorn mit Anschweißplatte - Anschweißdorn (AD)

Dieser AD kann sowohl vor dem Setzen der Ersatzplatte als auch bei versetzter Ersatzplatte mit den alten Ankern verschweißt werden.


G Kopfdorn (KD)

Der Kopfdorn ist ein halber Dorn mit Kopf, ersetzt einen abgeschnittenen Dorn und wird in die Ersatzplatte mit Zementleim eingemörtelt oder in eine Gleithülse gesteckt. Bei der Montage der Ersatzplatte wird der KD in die Kerbe eingehängt oder in das Maul der Trag- oder Halteanker eingeschoben. Der Kopf am Dorn bietet eine Sicherung gegen Herausrutschen aus der Kerbe oder aus dem Maul.


H Ankermaul

Das Ankermaul ist ein nach außen offenes Langloch zur Aufnahme des KD. Die gelenkig gelagerte Hakenplatte wird beigedreht, umklammert und verriegelt den KD. Die Nase an der Hakenplatte wird zum Schluss nach innen gebogen, um ein Entriegeln zu verhindern. Das Ankermaul ist entweder Bestandteil des neu zu setzenden Trag- oder Halteankers, oder ein Maulplättchen wird mit dem alten Traganker verschweißt.


J Ankerkerbe

Eine Ankerkerbe ist ein nach oben offenes Langloch am Traganker. In diese Kerbe wird der Kopfdorn eingehängt. Entweder hat der neue Traganker eine Kerbe oder der alte Traganker (bei abgeschnittenem Dorn) wird mit einer Kerbenplatte verschweißt. Halteanker mit Kerbe sind i. d. R. ungeeignet, da Druck- und Zugkräfte ausmittig in den Ankersteg eingeleitet werden.


K Schraubanker

Schraubanker sind universell einsetzbar. Wir unterscheiden Schraubtraganker vom Schraubhalteanker. Dübelanker sind sofort belastbar.


M. Bemerkung

Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, kann aber Richtlinie und Anregung für den Austausch von Fassadenplatten aus Naturwerkstein sein.

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