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  Rüstungsaltlasten

  Blindgängerwarnung
Blindgängerwarnung
Rüstungsaltlasten sind ein Spezialgebiet der Altlasten. Im Allgemeinen zählen zu den Rüstungsaltlasten ehemalige Standorte der

  • Herstellung
  • Laborierung
  • Lagerung und
  • Vernichtung

von Kampfmitteln. Der Begriff Kampfmittel umfasst Waffen, Munition und chemische Kampfmittel (Explosiv-, Nebel-, Brand- und Signalstoffe, chemische Kampfstoffe). Meist zählt man die reinen Waffen- und Munitonsstandorte nicht zu den Rüstungsaltlasten, weil hier nur mit konventionellen und nicht mit rüstungsspezifischen Schadstoffen umgegangen wurde.

Eng verwoben - die militärischen Altlasten
Militärische Altlasten sind historisch oft eng mit den Rüstungsaltlasten verknüpft. Hierzu rechnet man z.B. Truppenübungsplätze, Kasernen, militärische Tanklager, Raketenstationen und Flugplätze. Auf militärischen Altlasten spielen konventionelle Schadstoffe (Kohlenwasserstoffe, BTEX-Aromaten, LHKW) die zentrale Rolle.

Sonderfälle
Schwieriger einzuordnen sind Einrichtungen auf Truppenübungsplätzen wie Schießbahnen, Handgranatenwurfstände, Munitionsvernichtungsplätze oder Pioniersprengplätze. Strenggenommen handelt es sich hierbei um Rüstungsaltlasten auf militärischen Altlasten. In Bayern zählen zu den Rüstungsaltlasten auch Flugplätze, vermutlich weil hier während des Kriegs zum Teil auch Munition gelagert und nach dem Krieg häufig durch Sprengen vernichtet wurde. Munitionsbelastete Flächen werden häufig fälschlicherweise auch als Rüstungsaltlasten bezeichnet. Generell sollte jedoch unterschieden werden zwischen der Gefahr, die sich aus einer möglichen Detonation ergibt und der Gefährdung für die Umwelt.

Sind alle Rüstungsaltlasten brandgefährlich?

 
Luftbild Sprengplatz
Luftbild Sprengplatz
Als man Mitte der 80er Jahre begann, die ersten Standorte zu erkunden, waren dies die ehemaligen großen TNT-Werke (Stadtallendorf, Hessisch-Lichtenau, Clausthal-Zellerfeld). Die Werke stehen - wie man heute weiß - in den Top Ten der "Sanierungsfälle" ganz oben. Die einzelnen Standorttypen weisen ein sehr unterschiedliches Potenzial auf, das von einer Vielzahl von Faktoren abhängt.

Know-How ist gefragt
Ohne eine detaillierte Historische Recherche bzw. ohne eine gewissenhafte Auswertung und Interpretation der Informationen zum Standort ist eine Erkundung nicht erfolgversprechend. Die Bearbeitung dieses Themenbereichs setzt besondere Kenntnisse z.B. zur Rüstungs- und Militärgeschichte aber auch zur Chemie der Explosiv- und Kampfstoff, der Munitionstechnik, Mikrobiologie, Analytik, Verfahrenstechnik und Luftbildauswertung voraus. Ständige eigene Weiterbildung ist Grundvoraussetzung für die Praxis. Zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge auf Fachseminaren und Kongressen, eine umfangreiche Bibliothek sowie unsere Mitgliedschaft im ITVA-Fachausschuss Rüstungsaltlasten belegen, dass wir stets Up to date sind.

Technisches Ausrüstung
Die erforderliche Ausrüstung ist Voraussetzung für eine zielgerichtete Erkundung. Das Auffinden der Verdachtsstellen ist in vielen Fällen nur durch digitale Auswertung georeferenzierter historischer Luftbilder und GPS-gestütztes Lokalisieren im Gelände möglich.

Wir bieten Ihnen:
Umfangreiches Spezialwissen, eigene Fachbibliothek, Georeferenzieren von Luftbildern, digitale Auswertungen, GPS-gestütztes Lokalisieren von Verdachtsflächen, historische Recherchen, technische Erkundung, Gefährdungsabschätzung, Erstellen von Sanierungskonzepten.

Ihr Vorteil:
Sicherheit bei der Folgenutzung von militärischen Flächen.

Ihr Ansprechpartner

Alexander Schwendner

Alexander Schwendner
Dipl.-Geologe

LGA Institut für Umweltgeologie und Altlasten GmbH
Christian-Hessel-Straße 1
90427 Nürnberg

Tel.: +49 (0) 911 12 076-114
Fax: +49 (0) 911 12 076-110
Mobil: +49 (0) 170 63 82 673
eMail: alexander.schwendner@lga.de

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