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Vorbildersammlung |
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Beschlagteile, Türnägel und Rosetten
 spanisch, 16. Jh., Schmiedeeisen, veröffentlicht in der Kunstgewerbezeitschrift: L'art pour tous, Paris, Jg. 1892 bzw. 1887
Kupfer, Bronze, Messing, Eisen, Silber Gold und Zinn sind Werkstoffe, die seit alters her unverzichtbar waren zur Herstellung von Kultgegenständen, von notwendigen Gegenständen des alltäglichen Lebens, aber auch von Geräten und Gefäßen eines gesteigerten Wohlstandes bis hin zu Schau- und Prunkstücken, die sogar als höchste Staatsgeschenke Anwendung fanden. Die Vorbildersammlung enthält mit ihren druckgrafischen Blättern einen großen Bestand an Abbildungen von Gegenständen aus verschiedenen Metallen (Werkstoffen), Details ihrer formgebenden Bearbeitungsweise (Formgestaltung) sowie Einzelheiten, die auf die angewandten Verzierungstechniken hinweisen (Oberfläche).
Gebäude Theresienstraße 7, Nürnberg
 Fotografie von Ferdinand Schmidt, um 1880-90. Das Gebäude, dessen Innenhof die Fotografie wiedergibt, wurde am 2. Jan. 1945 teilweise zerstört und gehört heute zum Rathauskomplex.
Ferdinand Schmidt (1840-1909, Nürnberg), der Bildchronist Nürnbergs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, schuf mit seinen Aufnahmen zu Gebäuden und Kunstschätzen - auf 90 Originalfotografien kann die Vorbildersammlung der LGA verweisen - wichtige Dokumente. Durch die weitflächigen Zerstörungen der Nürnberger Altstadt 1944/45 ist anhand seiner Architekturaufnahmen das Bild der Stadt um 1900 überliefert worden.
Indische Stoffmuster und Stickereien
 Chromolithografie, Tafel 52 aus Owen Jones "Grammar of Ornament", London 1856.
Der englische Architekt und Ornamentzeichner Owen Jones (1809-1874, London) schuf mit seinem Werk "Grammar of Ornament" die erste umfassende Darstellung der ornamentalen Ausdrucksformen vieler Völker und Epochen. Das Werk war für die Praxis des zeitgenössischen Kunstgewerbes von unermeßlichem Einfluß. Ein Teil der Blätter zeigt Dekore verschiedener Textilien.
Schloss Seehof bei Bamberg
 Ansicht von Schloss und Parterregärten aus der Vogelperspektive, von Westen her gesehen, 1731. Salomon Kleiner (Zeichner), Johann Georg Weber (Stecher), Radierung, Kupferstich.
Im Auftrag des Lothar Franz von Schönborn schuf Salomon Kleiner (1703 Augsburg - 1761 Wien) nach den Aufnahmen der Schönbornschlösser Schloss Favorita, Mainz und Schloß Weißenstein, Pommersfelden, sechs Ansichten von Schloss und Garten Seehof. Die detailgetreuen Wiedergaben der Zeit waren wichtige historische Bildvorlagen für die Sicherungsarbeiten der Anlage von Seehof, die das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege von 1975 bis 1995 unternahm. Ein Schnittpunkt also zwischen Kunst und Technik.
Ornamentstiche und Handwerkervorlagen des 17. und 18. Jahrhunderts, zu denen auch die Veduten Salomon Kleiners zu zählen sind, dokumentieren den Erfindungsgeist von Künstlern, Kunsthandwerkern und Architekten, denn bis in unser Jahrhundert hinein konnte man sich menschlich gestaltete Umwelt nicht ohne Ornament vorstellen. Die grafischen Ornamentvorlagen waren über Jahrhunderte wesentliches Medium bei der Vermittlung neuen Formengutes. Durch sie wurden neueste Tendenzen und Moden verbreitet, sei es für Gebrauchsgegenstände, Architekturformen oder oberflächliche Gestaltung. In Vorbildersammlungen wie derjenigen der LGA wurden Vorlagen zurückliegender Jahrhunderte gesammelt, die uns damit erhalten geblieben sind, als auch modernes Formengut, sprich Muster und Vorlagen des 19. Jahrhunderts.
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