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Blei in Spielzeug |
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Aktuelles: 15.08.2007
Die LGA bietet in einer Sonderaktion eine Überprüfung Ihrer Farbüberzüge von Spielsachen an.
Wie aus der Presse bekannt wurde, hat MATTEL eine freiwillige Rückrufaktion für bestimmte Spielzeugautos veranlasst auf Grund eines zu hohen Bleigehaltes in der verwendeten Farbe.
Bei Blei handelt es sich um ein toxisches Schwermetall. Ca. 90% des aufgenommenen, bioverfügbaren Bleis lagert sich in Knochen und Zähnen ab. Da Blei nur sehr langsam aus dem Körper wieder ausgeschieden wird, bewirkt eine andauernde Bleibelastung im Laufe der Zeit eine Anreicherung im Körper. Besonders gefährdet durch eine Bleibelastung sind Kinder und Schwangere.
Blei wirkt schädigend auf die Blutbildung, es ist reproduktionstoxisch, nierenschädigend und wirkt auf das Nervensystem. Es kann insbesondere bei Kindern zu psychomotorischen Störungen, einer Verminderung des Intelligenzquotienten und der Gedächtnisleistung führen. Die Weltgesundheitsorganisation gibt für Blei einen PTWI-Wert (vorläufig duldbare wöchentliche Aufnahmemenge) von 25µg/kg Körpergewicht an.
In Europa existieren gesetzliche Regelungen für toxische Schwermetalle in Spielzeug. Danach dürfen sich bestimmte toxische Elemente wie z.B. Blei nur in bestimmten Mengen aus dem Spielzeug herauslösen, die Grenzwerte sind in der europäischen Norm EN 71 Teil 3 festgelegt. Hierbei wurde berücksichtigt, dass Kinder am Spielzeug lecken und lutschen und gegebenenfalls auch kleine Teile des Lackes oder der Beschichtung verschlucken und sich dabei gewisse Anteile herauslösen können.
Daneben sind bestimmte Bleiverbindungen in Farben generell verboten, Grenzwerte für Blei existieren z.B. auch für Verpackungen, Batterien sowie Elektro- und Elektronikgeräte. Diese gesetzlichen Regelungen wurden in erster Linie zur Vermeidung einer Umweltbelastung, auch unter dem Aspekt des Recyclings von Werkstoffen und Materialien, erlassen.
In den USA gelten bezüglich der löslichen Schwermetalle in Spielzeug die gleichen Anforderungen wie in Europa. Zusätzlich ist nach ASTM F 963-07 der Gesamtgehalt an Blei in Lacken und Überzügen von Spielzeug auf max. 600 mg/kg begrenzt.
Die LGA QualiTest GmbH, Chemische Produktprüfung führt neben der routinemäßigen Untersuchung von Spielzeug auf Schwermetallabgabe nach EN 71 Teil 3 auch die Bestimmung des Gesamtgehaltes in Lacken und Überzügen von Spielzeug und anderen Produkten durch.
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