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Geschäumtes Risiko |
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"Sport ist gesund und hält fit!", ein Motto, das viele bewegungsaktive Menschen antreibt, in ihrer Freizeit einer körperlichen Ertüchtigung nachzugehen. Unbestritten ein sinnvoller Ansatz, um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten oder gar auszubauen. Jedoch setzen sich Verbraucher in ihrer Freizeit oft unbewusst bestimmten Gesundheitsrisiken aus, die häufig mit der Wahl ihres Sportgerätes verbunden sind bzw. einhergehen.
Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf marktübliche Fitness-/Gymnastikmatten zu richten.
Die in vielen Farben und Größen erhältlichen Unterlagen zeichnen sich erfahrungsgemäß durch ein gemeinsames Merkmal aus: Sie verströmen einen starken und oft als unangenehm empfundenen Geruch. Diese Geruchsauffälligkeit kann durch eine Vielzahl an flüchtigen Stoffen, die aus dem Material der Fitness-/Gymnastikmatten und/oder von deren Oberfläche emittieren, bedingt sein, stellt jedoch nicht die Hauptproblematik dar.
Unter den Emittenten ist bei den durch das LGA Fachzentrum "Ökologische Produktprüfung" untersuchten Fitness-/Gymnastikmatten mit großer Häufigkeit die geruchslose, jedoch als reproduktionstoxisch eingestufte Verbindung Formamid in z. T. sehr hohen Raumluftkonzentrationen unter Anwendung nachzuweisen. Letztgenannte Chemikalie gehört zur Klasse der CMR-Stoffe (CMR: Carcinogen, Mutagen, Reproduktionstoxisch) und sollte aus Gründen ihrer toxikologischen Wirkung in derartigen Sportartikeln nicht enthalten sein.
Doch genau hier beginnt das Dilemma des "geschäumten Risikos":
Im Produktionsprozess dieser Matten werden den Ausgangsstoffen gezielt Schäumungsmittel zugefügt, die sich unter erhöhter Temperatur zersetzen und als Nebenprodukt Formamid abspalten. Durch Diffusion an die Materialoberfläche sowie anschließender Desorption von dieser gelangt Formamid schließlich in die Umgebungsluft der Sportmatte und letztendlich in die Nase und die Lunge des Sportlers. Auch über die Haut wird die Chemikalie resorbiert. Auf Grund hoher, analytisch nachweisbarer Konzentrationen an Formamid im Material kann diese Verbindung über einen längeren Zeitraum ausgasen und die Raumluftqualität ungünstig beeinflussen.
Die LGA kann zur Lösung des Dilemmas beitragen:
- Formamid-freie Sportmatten sind nach dem Stand der Technik herzustellen, wenn alternative Schäumungsmittel im Herstellungsprozess zum Einsatz kommen.
- Schäumungsmittel, die nicht zur Bildung von Formamid führen, sind großtechnisch zugänglich und in gängigen Herstellungsverfahren einsetzbar.
- Erste Untersuchungen und Erfahrungen in der Bewertung von alternativ geschäumten Sport- und Fitnessmatten stimmen positiv: Kein Formamid nachweisbar!
- Wir unterstützen Hersteller mit unserem Fachwissen, emissionsarme und gesundheitlich risikominimierte Sportmatten und vergleichbare Produkte zu produzieren.
Damit auch weiterhin gilt: "Es lebe der Sport!"
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