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> Aktuelles > Presse > Sicherheitsrisiko: Billiges Spielzeug | ||||||||||||||||||||||
Billiges Spielzeug birgt hohes Sicherheitsrisiko
forderungen. Das haben die unabhängigen Produktprüfer des TÜV Rheinland in Köln und von TÜV Rheinland LGA in Nürnberg bei einem Test von 50 verschiedenen Billig-Spielzeugen festgestellt. Nur rund jedes zweite (27 von 50) Produkt ist ohne Mängel durch die Tests gekommen. Und das, obwohl die Experten lediglich die Einhaltung der Mindeststandards kontrolliert haben, beispielsweise nach den Vorgaben der europäischen Norm EN 71 für die Sicherheit von Spielzeugen und nach der europäischen Richtlinie 2005/84/EG über das Verbot von bestimmten Phthalat-Weichmachern. Das heißt: 23 der 50 Produkte dürften in der EU gar nicht verkauft werden. Im Test waren Spielzeuge bis zu einem Preis von maximal 10 Euro. Die Prüfer von TÜV Rheinland haben die Spielzeuge im normalen Handel in Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen gekauft. Kauf und Prüfungen fanden im November 2008 statt. Verbotene Weichmacher sind das größte Problem für die Sicherheit: "Das strikte Verbot von Weichmachern in Spielzeugen wird nicht eingehalten. Bei sieben geprüften Spielzeugen lösten sich zudem verschluckbare Kleinteile. Das kann besonders für Kinder unter drei Jahren sehr gefährlich sein", so Karlheinz Hieronymus, Experte des Fachzentrums für Spielzeug bei TÜV Rheinland LGA in Nürnberg. Die verbotenen Weichmacher wurden in 20 Prozent der getesteten Spielzeuge gefunden. Bei 17 Spielzeugen im Test von TÜV Rheinland waren die Kennzeichnungen, Warnhinweise oder Anschriften der In-Verkehrbringer nicht korrekt und vollständig. Auch wenn das nicht immer unmittelbar sicherheitsrelevant ist, lässt dies nach Ansicht der Experten Rückschlüsse auf die mangelnde Sorgfaltspflicht der Hersteller oder Importeure insgesamt schließen. Die Tests von TÜV Rheinland geben zwar keine Auskunft über Qualität, Haltbarkeit, Gebrauchstauglichkeit oder die Produktionsbedingungen, unter denen die Spielzeuge gefertigt wurden. Allerdings appellieren die Experten an die Verantwortung der Verbraucher, besser ein gutes Spielzeug als mehrere billige zu kaufen. Karlheinz Hieronymus: "Bei einem Puppenset, das aus Asien stammt und für 1 Euro in Deutschland verkauft wird, ist davon auszugehen, dass in der Produktion weder bei den Sozial- und Umweltstandards noch bei der Qualität ein vertretbares Niveau erreicht wird." Deshalb gilt: bewusst einkaufen und sich beraten lassen. Orientierung beim Kauf bietet ferner ein unabhängiges Prüfzeichen wie beispielsweise das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. TÜV Rheinland gehört mit über 100.000 Prüfungen und Tests an Spielzeugen jährlich zu den führenden Prüfhäusern für Spielzeug weltweit. Die Spielzeugprüfung findet nicht nur in den deutschen Laboratorien statt, sondern auch an 20 Standorten in Hongkong und China. Rund 75 Prozent aller Spielzeuge für den Weltmarkt werden in China produziert werden. Dort ist TÜV Rheinland seit 20 Jahren tätig und hat 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Prüfungen von TÜV Rheinland umfassen sowohl chemische - zum Beispiel mit Blick auf Schadstoffe - als auch physikalisch-mechanische Untersuchungen. Immer häufiger lassen Hersteller und Handelsketten auch die gesamte Produktions- und Lieferantenkette prüfen, unter anderem mit Blick auf nachhaltige Ressourcenverwendung, Arbeitsbedingungen und Umwelt- sowie Sozialstandards. Weitere Informationen
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