LGA Prüfung der Fahrbahn­markierung

Prüfung der Fahrbahn­markierung

Peter Budig

WIEDER EINMAL KANN DIE LGA MIT IHREN EIGENEN LABORS PUNKTEN – DIE ZUKUNFTS­WEISENDE ARBEIT VON MARINA MENDE

„Für viele Menschen sind die Markierungen auf der Straße selbstverständlich. Aber wer schon einmal bei Dunkelheit und Regen durch eine schlecht markierte Baustelle gefahren ist, weiß, dass Fahrbahnmarkierungen für die Sicherheit im Straßenverkehr und einen funktionierenden Verkehrsfluss sehr, sehr wichtig sind.“ Das sagt Bauingenieurin Marina Mende vom Verkehrswegebau der LGA, und sie weiß, wovon sie redet. Mende prüft Farben, Thermoplastiken und Folien, die auf der Straße als Markierungsstoff Verwendung finden, und die fertig applizierten Fahrbahnmarkierungen selbst auf ihre verkehrstechnischen Eigenschaften. Im offiziellen Amtsdeutsch lautet das so:

„Straßen- bzw. Fahrbahnmarkierungen sind Verkehrszeichen im Sinne der §§ 39 ff. StVO. Deshalb dürfen sie Verkehrsteilnehmer nicht verwirren und müssen von diesen jederzeit durch einen raschen und beiläufigen Blick unzweifelhaft zu erkennen sein. Aufgrund der stetig steigenden Verkehrsdichte müssen die Markierungen heute eine fortlaufende optische Führung der Verkehrsteilnehmer gewährleisten und höchsten Belastungen standhalten. Insbesondere bei Nacht und Nässe müssen die Markierungen für den Verkehrsteilnehmer erkennbar sein, da er sonst kaum Orientierungsmöglichkeiten hat.“

(Quelle: Deutsche Studiengesellschaft für Straßenmarkierungen e.V.)

VERKEHR DER ZUKUNFT

Die Qualität von Fahrbahnmarkierungen wird in Zukunft noch wichtiger. Für das autonome Fahren, das die Verkehrssicherheit der Zukunft revolutionieren soll, ist die Lesbarkeit der Markierungen ausschlaggebend. Bereits jetzt fahren viele Fahrzeuge „elektronisch unterstützt“, die Bordcomputer solcher Autos zeigen an, ob die Qualität der Markierungen jeweils ausreicht. Autonomes Fahren kann nur funktionieren, wenn die Fahrbahnmarkierungen in einem sehr guten, verlässlichen Zustand sind.

Die LGA ist die einzige Institution neben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), die diese Laborprüfungen in Deutschland durchführen darf. Die meisten Prüfarbeiten für Straßenmarkierungen erledigt Marina Mende gemeinsam mit den Kollegen vom hauseigenen LGA-Labor. Die Markierungsstoffe werden von Auftraggebern (z.B. den staatlichen Bauämtern) aus ganz Deutschland eingeschickt. Die Laboranten prüfen unter anderem die Materialdichte, die stoffliche Zusammensetzung, die Nachstreumittel (diese sorgen für die Griffigkeit), die Qualität und Menge der Glasperlen (sie reflektieren das Licht für eine gute Nachtsichtbarkeit), den Titandioxidgehalt (weißes Pigment, das die Farbe „strahlen“ lässt) u.a.m. 

Alle Kennwerte der verschiedenen Produkte sind von der BASt exakt definiert. Weiß ist die vorherrschende Farbe von Markierungen, Gelb wird für Baustellen verwendet, auf Flughäfen kommen auch andere Farben wie Blau und Rot zum Einsatz. Neben den Laborprüfungen sind auch die Kontrollprüfungen während der Applikation und die Überprüfung der verkehrstechnischen Eigenschaften im Zuge der Abnahme notwendig. Hier wird die Geometrie, die Farbgebung, die Tages- und Nachtsichtbarkeit (sowohl bei Trockenheit als auch bei Nässe), die Griffigkeit und die Verschleißfestigkeit mit speziellen Prüfgeräten kontrolliert. Diese Arbeit wird von den Technikern der LGA vor Ort erledigt.

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