LGA Der Spezialist für Natursteinfassaden

Der Spezialist für Natursteinfassaden

Peter Budig

ALS EXPERTE HAT JOACHIM DEPPISCH WELTWEIT EINEN GUTEN RUF – FÜR DIE LGA ZAHLT SICH DAS AUS

Eine Natursteinfassade – das ist etwas Wertiges, bietet nachhaltigen Schutz, schaut gut aus und liefert eine ausgezeichnete Ökobilanz. Der Verband, der die Interessen der Hersteller vertritt, hat zur „zweiten Haut, die ein Gebäude schützt“ eine umfangreiche Studie verfasst (www. natursteinverband.de, Studie – „Ökobilanzen an Fassadenkonstruktionen mit Naturstein und Glas“). Zum Beispiel sei die Dämmwirkung solcher Fassaden aus Natursteinplatten gegenüber Hitze und Kälte ausgezeichnet, die Lebensdauer hoch, die Unterhaltskosten gering. Allerdings sind die Anfangskosten für Steine und Installation relativ hoch, je nach Material (Granit, Hartgestein, Sandstein, Kalkstein oder Schiefer …) kann ein Quadratmeter bis zu 500 Euro (grober Richtwert) kosten. 

Dafür muss diese Außenwand weder geputzt (Glas) noch gestrichen werden (Verputz). In der Summe ist die Ökobilanz für Fassaden aus Naturwerkstein über einen gesamten Lebenszyklus deutlich günstiger als z. B. für Glasfassaden. Doch auch die beste Natursteinfassade ist der Witterung, den Abgasen, Hitze und Kälte ausgesetzt. Alle 15 Jahre etwa ist eine gründliche Komplettprüfung angesagt. An diesem Punkt ist ein Experte gefragt, der diese „Nische, die kein Massengeschäft darstellt“ kenntnisreich bearbeitet: Bei der LGA ist der Würzburger Joachim Deppisch zuständig für diese Prüfungen.

Die Botschaft in Brasília im Jahr 2021.

Deppisch (Jahrgang 1959) kam vor 36 Jahren zur LGA, er sitzt heute u. a. dem europäischen Normausschuss vor und genießt weltweit einen Ruf als Fassadenexperte. Der Bauingenieur hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt, er kam gleich mit Naturstein in Berührung: „Es gab zwei renommierte Experten in der LGA, Josef Kauer und Hugo Krauß, sie haben mir alle Fragen beantwortet und die Grundkenntnisse beigebracht“, so Deppisch, der seinerseits inzwischen einen jungen Kollegen in die Geheimnisse der Fassadenprüfung einweiht. Die Erfahrungen zu den möglichen Fassadenausführungen muss aber jeder selber machen. Wer so ein Berufsleben „in der Fassadennische“ für eintönig hält, verkennt die Sachlage: „Jede Wand ist anders und oft trifft man auf spannende Aufgaben“, lächelt Deppisch gelassen. Wie man sich solch eine Aufgabe vorstellen muss, kann man einem typischen Abschlussgutachten entnehmen: „Es ist davon auszugehen, dass diese Fassadenplatten etwa in den 50er-Jahren angebracht wurden“, steht da. „Das Alter der Platten beträgt damit vermutlich ca. 60 – 70 Jahre. Es waren die ausgeführten hinterlüfteten Wandverkleidungen aus Naturwerkstein am Objekt hinsichtlich Ausführung, Zustand und Standsicherheit zu beurteilen. Dazu fand im Jahr 2021 eine Ortsbesichtigung statt. Für die handnahe Überprüfung der Fassade stand eine geeignete Hebebühne zur Verfügung.“ Doch solch eine Routine hat Deppisch keineswegs immer angetroffen. Er hat beruflich die halbe Welt bereist, Steinbrüche in China und Indien in Augenschein genommen und nachgesehen, ob keine Kinderarbeit stattfindet (was in manchen Teilen der Welt die Regel ist!). Er hat, auf Gerüsten stehend, Hochhäuser geprüft und auf Hebebühnen in schwindelerregender Höhe seine Arbeit verrichtet. Wie unterschiedlich „Bausicherheit“ gehandhabt wird, erfuhr er in den frühen 2000er-Jahren.

An der deutschen Botschaft in Brasília hatte am Gebäude aus den 1970er- Jahren gerade eben eine Generalsanierung stattgefunden. Doch da es sich um eine Botschaft handelt, die in Brasilien exterritorial auf deutschem Boden steht, musste sie nach deutschem Recht ausgeführt und geprüft werden. Man engagierte Joachim Deppisch von der LGA für die Fassadenprüfung und ging zunächst von einem dreiwöchigen Engagement aus. Doch was Deppisch in Brasilien vorfand, ließ sich mit deutschen Vorschriften zur Standsicherheit nicht vereinbaren. „Die wichtigste Grundregel lautet, dass die einzelnen Platten fest verankert sind, nicht herunterfallen können und von ihnen keine Gefährdung für Leib und Leben von Personen ausgeht“, doch Deppisch fand etliche Natursteine vor, die nur lose auf Halterungen saßen. Er konnte zur Überprüfung kein taugliches Prüfgerät auftreiben und entwickelte eigene Verfahren, die die Standsicherheit abfragten. Jede einzelne Platte wurde geprüft, etliche mussten ausgetauscht werden, „und ich war insgesamt ein Jahr in Brasilien beschäftigt“. Mit seiner Arbeit „rettete“ Deppisch die Fassadenkonstruktion, aufgrund der Baumängel war kurzzeitig ein Abriss und Neubau erwogen worden. In Deutschland sind seit Ende der 80er-Jahre die Bestimmungen für die Sicherheit von Fassaden in DIN 18516 geregelt. Bei einer Prüfung wird Platte um Platte (die bis zu 100 Kilo und mehr wiegen kann) begutachtet. Eine große Rolle spielen die Labore der LGA, die Proben fachmännisch untersuchen und mit den ermittelten Gesteinskennwerten die Grundlagen für Berechnungen der vorliegenden Standsicherheit liefern.

Die Inspektion von Steinbrüchen gehört ebenfalls zu den Aufgaben eines Fassadenexperten. Joachim Deppisch in Indien.

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